Begriffslexikon
Fachbegriffe rund um Transferdruck, Druckdaten und Veredelung — verständlich erklärt. Klick auf einen Begriff, um direkt zu ihm zu springen, oder scrolle einfach durch.
Verfahren & Grundbegriffe
- Transfer
-
Ein vorproduziertes Druckmotiv, das später mit Wärme und Druck auf ein Textil oder einen geeigneten Artikel übertragen wird.
Kurz erklärt: Das fertige Druckmotiv auf einer Trägerfolie oder einem Transferpapier. Du verpresst es anschließend auf das Textil.
- Transferdruck
-
Beim Transferdruck wird das Motiv zuerst auf ein Trägermaterial gedruckt und erst danach mit einer Transferpresse auf das Textil gebracht.
Kurz erklärt: Das Motiv wird nicht direkt auf das Textil gedruckt, sondern zuerst als Transfer produziert und später verpresst.
- DTF / Direct to Film
-
Digitales Verfahren, bei dem das Motiv auf eine Folie gedruckt, mit Schmelzkleber versehen und thermisch fixiert wird.
Kurz erklärt: Digital gedruckter Transfer für viele Farben, feine Details und flexible Mengen.
- Digitaltransfer
-
Industriell produzierter Transfer mit detailreicher Druckqualität. Je nach Ausführung stehen unterschiedliche Kleber, Blocker und Temperaturbereiche zur Verfügung.
Kurz erklärt: Detailreicher Transfer, der passend zum Material in verschiedenen Spezialausführungen erhältlich ist.
- Siebdrucktransfer
-
Transfer, bei dem die einzelnen Farben im Siebdruck aufgebaut werden. Besonders wirtschaftlich bei größeren Mengen und klaren Volltonfarben.
Kurz erklärt: Sehr deckender Transfer für größere Serien und definierte Farben.
Farbe & Migration
- Blocker
-
Eine Sperrschicht im Transfer, die das Durchwandern von Farbstoffen aus dem Textil in das Druckmotiv reduzieren soll.
Kurz erklärt: Schutzschicht gegen das Durchschlagen von Textilfarben.
- Farbmigration
-
Farbstoffe aus Polyester können durch Wärme aktiviert werden und in helle Druckfarben wandern. Weiß kann dadurch beispielsweise rosa, grau oder gelblich werden.
Kurz erklärt: Farbstoffe aus dem Textil schlagen in das Motiv durch. Ein Blocker kann das Risiko reduzieren.
- Sublimation / sublimiertes Textil
-
Bei der Sublimation werden Farbstoffe gasförmig in Polyester eingebracht. Diese Farbstoffe können beim späteren Verpressen erneut aktiviert werden.
Kurz erklärt: Durchgefärbtes Polyester mit erhöhtem Risiko für Farbmigration.
- Lo Melt / Niedrigtemperatur
-
Transferausführung, die mit geringerer Temperatur verarbeitet wird und dadurch für ausgewählte hitzeempfindliche Textilien besser geeignet sein kann.
Kurz erklärt: Transfer für eine niedrigere Presstemperatur.
Pressen & Verarbeitung
- Hot Peel
-
Die Trägerfolie wird direkt nach dem Pressen noch heiß abgezogen.
Kurz erklärt: Folie sofort nach dem Pressen abziehen.
- Warm Peel
-
Die Trägerfolie wird nach einer kurzen Abkühlzeit warm abgezogen.
Kurz erklärt: Kurz abkühlen lassen und dann abziehen.
- Cold Peel
-
Die Trägerfolie wird erst nach vollständigem Abkühlen entfernt.
Kurz erklärt: Transfer vollständig abkühlen lassen und dann die Folie abziehen.
- Nachpressen
-
Ein kurzer zweiter Pressvorgang nach dem Abziehen der Trägerfolie. Er kann Oberfläche, Haltbarkeit und Griff beeinflussen.
Kurz erklärt: Nach dem Abziehen noch einmal kurz mit Schutzpapier pressen.
- Pressparameter
-
Kombination aus Temperatur, Zeit und Anpressdruck, die für einen Transfer und ein Textil erforderlich ist.
Kurz erklärt: Die richtigen Werte für Temperatur, Presszeit und Druck.
- Anpressdruck
-
Der mechanische Druck, mit dem die Transferpresse Transfer und Textil zusammenpresst.
Kurz erklärt: Wie stark die Presse auf Transfer und Textil drückt.
- Trägerfolie
-
Die transparente oder matte Folie, auf der das Transfermotiv bis zur Verarbeitung liegt.
Kurz erklärt: Folie, die das Motiv bis zum Verpressen trägt.
- Schmelzkleber
-
Thermisch aktivierter Kleber, der beim Pressen schmilzt und das Motiv mit dem Textil verbindet.
Kurz erklärt: Kleber, der durch Wärme aktiviert wird.
Datei & Druckdaten
- Einzelnutzen
-
Eine Datei enthält genau ein Motiv. Der Shop platziert dieses Motiv entsprechend der gewählten Menge.
Kurz erklärt: Eine Datei mit einem einzelnen Motiv.
- Mehrfachnutzen
-
Eine Datei enthält bereits mehrere Motive in einer festen Anordnung, zum Beispiel einen komplett angelegten Druckbogen.
Kurz erklärt: Ein bereits fertig angelegter Bogen mit mehreren Motiven.
- Gang Sheet / Sammelbogen
-
Mehrere Motive werden platzsparend auf einer größeren DTF-Fläche oder Rolle angeordnet.
Kurz erklärt: Mehrere Motive gemeinsam auf einem Bogen oder Rollenabschnitt.
- Laufmeter
-
Abrechnung einer Rollenproduktion nach der tatsächlich benötigten Länge bei festgelegter Rollenbreite.
Kurz erklärt: Die Länge der bedruckten Rolle in Metern.
- Motivgröße
-
Die endgültige Breite und Höhe des gedruckten Motivs. Transparente Ränder sollten nicht unnötig zur Größe zählen.
Kurz erklärt: Die tatsächlich gedruckte Größe deines Motivs.
- Vektordatei
-
Grafik aus mathematisch beschriebenen Linien und Flächen. Sie kann ohne Qualitätsverlust vergrößert werden.
Kurz erklärt: Skalierbare Grafik, ideal für Logos, Schriften und klare Formen.
- Pixeldatei
-
Grafik aus einzelnen Bildpunkten, zum Beispiel PNG, JPG oder TIFF. Die Qualität hängt von Auflösung und Motivgröße ab.
Kurz erklärt: Bilddatei, deren Qualität von der vorhandenen Auflösung abhängt.
- Auflösung / DPI
-
Anzahl der Bildpunkte pro Zoll. Für den Druck ist nicht nur der DPI-Wert, sondern die tatsächliche Pixelanzahl bei gewünschter Größe entscheidend.
Kurz erklärt: Je mehr Bildpunkte bei der gewünschten Größe vorhanden sind, desto sauberer kann das Motiv gedruckt werden.
- Transparenter Hintergrund
-
Bereiche ohne Druckinformation. Bei einer PNG-Datei werden sie häufig als Schachbrett dargestellt.
Kurz erklärt: Kein weißes Rechteck hinter dem Motiv.
- Schriften in Pfade umwandeln
-
Buchstaben werden in feste Vektorformen umgewandelt. Dadurch ist die Datei unabhängig davon, ob die Schriftart beim Empfänger installiert ist.
Kurz erklärt: Schriften als feste Formen speichern, damit sie korrekt dargestellt werden.
- CMYK
-
Farbmodell aus Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz, das im professionellen Druck verwendet wird.
Kurz erklärt: Druckfarbraum für mehrfarbige Motive.
- RGB
-
Farbmodell für Bildschirme aus Rot, Grün und Blau. Sehr leuchtende Bildschirmfarben können im Druck anders wirken.
Kurz erklärt: Bildschirmfarbraum — nicht jede RGB-Farbe ist im Druck identisch darstellbar.
- Pantone Solid Coated
-
Standardisiertes Volltonfarbsystem für möglichst eindeutige Farbangaben auf gestrichenen Farbfächern.
Kurz erklärt: Feste Farbreferenz für die Abstimmung von Volltonfarben.
- Volltonfarbe
-
Eine klar definierte einzelne Druckfarbe, die nicht aus einem mehrfarbigen Raster simuliert wird.
Kurz erklärt: Eine eigenständig gedruckte, fest definierte Farbe.
- Raster
-
Kleine Punkte oder Strukturen, mit denen Farbverläufe, Halbtöne oder Transparenzeffekte dargestellt werden.
Kurz erklärt: Punktstruktur zur Darstellung von Abstufungen und Verläufen.
- Weißunterleger
-
Weiße Druckschicht unter einem farbigen Motiv. Sie sorgt auf dunklen Textilien für Deckkraft und Farbbrillanz.
Kurz erklärt: Weiße Basisschicht unter dem Motiv.
- Mindestlinienstärke
-
Sehr feine Linien können im Druck oder beim Verpressen verloren gehen. Deshalb ist eine technische Mindeststärke erforderlich.
Kurz erklärt: Dünnere Linien als die Vorgabe können nicht zuverlässig produziert werden.
Freigabe & Kontrolle
- Korrekturabzug
-
Digitale Vorschau zur Kontrolle von Motiv, Größe, Position, Farbenzuordnung und Aufbau. Sie ist kein farbverbindlicher Proof.
Kurz erklärt: Vorschau zur Freigabe des Aufbaus — keine verbindliche Farbsimulation.
- Freigabe
-
Bestätigung des Kunden, dass Motiv, Größe, Menge, Ausführung und gegebenenfalls Korrekturabzug produziert werden dürfen.
Kurz erklärt: Deine verbindliche Zustimmung zur Produktion.
- Andruck / Musterpressung
-
Kleine Vorabproduktion oder Testverpressung zur Prüfung von Optik, Haftung, Farbmigration oder Materialreaktion.
Kurz erklärt: Test vor der Serienproduktion.
Logistik & Service
- Wareneingangskontrolle
-
Prüfung der angelieferten Textilien auf Menge und offensichtliche Abweichungen. Sie ersetzt keine vollständige textile Qualitätsprüfung.
Kurz erklärt: Kontrolle der gelieferten Stückzahl und sichtbarer Auffälligkeiten.
- Konfektionierung
-
Zusammenstellung, Falten, Verpacken, Etikettieren oder Set-Bildung nach Kundenvorgabe.
Kurz erklärt: Aufbereitung der Ware für Verkauf, Filiale oder Versand.
- EAN-Etikett
-
Etikett mit einer standardisierten Artikelnummer und meist einem scannbaren Barcode.
Kurz erklärt: Barcode-Etikett für Handel, Lager und Kasse.
- Hangtag
-
Anhängeetikett am Textil, häufig mit Marke, Größe, Preis, Barcode oder Pflegehinweisen.
Kurz erklärt: Anhänger am Produkt mit Artikel- oder Markeninformationen.
- Einlagerung
-
Aufbewahrung von Transfers oder Textilien für spätere Abrufe und wiederkehrende Aufträge.
Kurz erklärt: Wir lagern deine Transfers oder Ware für spätere Bestellungen ein.
- Abrufauftrag
-
Teilmenge wird aus einem vorhandenen Lagerbestand entnommen, verarbeitet oder versendet.
Kurz erklärt: Bestellung aus deinem bereits eingelagerten Bestand.
- Nachbestellung
-
Erneuter Auftrag auf Grundlage eines bereits produzierten Motivs. Material, Druckverfahren oder Farbstand können bei längeren Zeitabständen geprüft werden müssen.
Kurz erklärt: Erneute Bestellung eines bereits bekannten Motivs.
Preis & Zeit
- Netto
-
Preis ohne gesetzliche Mehrwertsteuer. Im B2B-Shop werden Preise üblicherweise netto dargestellt.
Kurz erklärt: Preis zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer.
- Produktionszeit
-
Zeitraum von vollständiger Freigabe und geklärten Druckdaten bis zur Fertigstellung. Versandlaufzeit kommt zusätzlich hinzu.
Kurz erklärt: Zeit für die Herstellung — ohne Transportdauer.
- Versandlaufzeit
-
Zeit vom Verlassen der Produktion bis zur Zustellung durch den Versanddienstleister.
Kurz erklärt: Transportzeit nach Abschluss der Produktion.
Ein Begriff fehlt oder ist unklar formuliert?
Sag uns Bescheid